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Das europäische Portal für Kunst im 20. und 21. Jahrhundert:
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Impressum
Berit Haberkorn "Love & sex" 401
Galerie: Lorch+Seidel Galerie
Künstler: Haberkorn, Berit
Zeit: 15.03.2007 - 28.04.2007
Ausstellungs-Informationen
Berit Haberkorn (geboren 1968) studierte an der Kunstakademie Karlsruhe.
1996 erhielt sie von Professor Max Kaminski den Titel Meisterschülerin.
Berit Haberkorn lebt seit 1998 in London.
Nach den beiden vorangegangenen Ausstellungen at several times and at several places (2003) sowie look twice (2005) mit abstrakter, von Farbe und Duktus bestimmter Malerei, präsentiert die Galerie lorch+seidel in der Ausstellung Love & Sex nun eine völlig andere Seite der Künstlerin Berit Haberkorn.
Die in der aktuellen Schau gezeigten, vorwiegend zeichnerischen Arbeiten wurden inspiriert durch die Mitarbeit der Künstlerin im Kundenservice einer internationalen Kontakt-Website für Lesben und Schwule. Berit Haberkorn sammelte ihre Eindrücke aus der Redaktionsarbeit und hielt sie in ersten Kritzeleien fest. Daraus entstanden Bilder, welche die gesamte Gefühlspalette der Website-Besucher spiegeln: ihre Sehnsüchte und Begierden, Phantasien und Träume, ebenso wie ihre Einsamkeit, Enttäuschung und Verzweiflung. Überschäumend, theatralisch, ungezügelt.
In ihren comicartigen, z. T. bewusst laienhaften Zeichnungen begibt sich die Künstlerin auf die emotionale Ebene der Kontaktsuchenden. Augenzwinkernd wird die Schnelllebigkeit der Internetwelt auf die Schippe genommen und der Glaube, dass man dort ALLES haben und ansehen kann, bis hin zum perfekten Mann. (Ein Exponat der Ausstellung heißt the perfect man machine. Damit kann sich jeder Besucher den passenden Mann selbst zusammenstellen.)
Die vermeintlich exotischen Eindrücke aus der Schwulen-Welt sind jedoch nur ein Beispiel, das sich in leicht veränderter Form jederzeit übertragen lässt auf die Welt der Heteros.
„Ich zeige, dass jeder nach dem Gleichen strebt: Anderen zu gefallen und jemanden zu finden, der zu einem passt. Verzweiflung wird zu Erregung. Aus meinen Bildern spricht die Revolte des unterdrückten Triebes gegen den Verstand, gegen das Bürgertum und die Konvention. Meine Arbeit zeigt unsere Welt voller Drogen, Sex, Einsamkeit und Leid, lebendig und lebhaft.“
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Berit Haberkorn "Love & sex" 401
Galerie: Lorch+Seidel Galerie
Künstler: Haberkorn, Berit
Zeit: 15.03.2007 - 28.04.2007
Ausstellungs-Informationen
Berit Haberkorn (geboren 1968) studierte an der Kunstakademie Karlsruhe.
1996 erhielt sie von Professor Max Kaminski den Titel Meisterschülerin.
Berit Haberkorn lebt seit 1998 in London.
Nach den beiden vorangegangenen Ausstellungen at several times and at several places (2003) sowie look twice (2005) mit abstrakter, von Farbe und Duktus bestimmter Malerei, präsentiert die Galerie lorch+seidel in der Ausstellung Love & Sex nun eine völlig andere Seite der Künstlerin Berit Haberkorn.
Die in der aktuellen Schau gezeigten, vorwiegend zeichnerischen Arbeiten wurden inspiriert durch die Mitarbeit der Künstlerin im Kundenservice einer internationalen Kontakt-Website für Lesben und Schwule. Berit Haberkorn sammelte ihre Eindrücke aus der Redaktionsarbeit und hielt sie in ersten Kritzeleien fest. Daraus entstanden Bilder, welche die gesamte Gefühlspalette der Website-Besucher spiegeln: ihre Sehnsüchte und Begierden, Phantasien und Träume, ebenso wie ihre Einsamkeit, Enttäuschung und Verzweiflung. Überschäumend, theatralisch, ungezügelt.
In ihren comicartigen, z. T. bewusst laienhaften Zeichnungen begibt sich die Künstlerin auf die emotionale Ebene der Kontaktsuchenden. Augenzwinkernd wird die Schnelllebigkeit der Internetwelt auf die Schippe genommen und der Glaube, dass man dort ALLES haben und ansehen kann, bis hin zum perfekten Mann. (Ein Exponat der Ausstellung heißt the perfect man machine. Damit kann sich jeder Besucher den passenden Mann selbst zusammenstellen.)
Die vermeintlich exotischen Eindrücke aus der Schwulen-Welt sind jedoch nur ein Beispiel, das sich in leicht veränderter Form jederzeit übertragen lässt auf die Welt der Heteros.
„Ich zeige, dass jeder nach dem Gleichen strebt: Anderen zu gefallen und jemanden zu finden, der zu einem passt. Verzweiflung wird zu Erregung. Aus meinen Bildern spricht die Revolte des unterdrückten Triebes gegen den Verstand, gegen das Bürgertum und die Konvention. Meine Arbeit zeigt unsere Welt voller Drogen, Sex, Einsamkeit und Leid, lebendig und lebhaft.“